WhatsApp Image 2026 05 14 at 15.15.17Der Wienerwald rund um Breitenfurt ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und zieht zu jeder Jahreszeit zahlreiche Besucher an. Wanderer, Radfahrer und Hundehalter schätzen die Natur vor den Toren der Stadt. Doch besonders im Frühjahr, während der sogenannten Setzzeit des Rehwilds von April bis Juni, führt der zunehmende Ausflugsverkehr teilweise zu Differenzen mit dem Wildtierschutz.

Die Setzzeit: Eine sensible Phase für Wildtiere

Für viele Wildtiere, insbesondere für Rehe, ist die Setzzeit eine hochsensible Phase. In diesen Monaten bringen die Geißen ihre Kitze zur Welt. Die neugeborenen Jungtiere sind schutzlos und unerfahren; sie drücken sich bei Gefahr instinktiv zu Boden, anstatt zu fliehen. Auch die Muttertiere sind in dieser Zeit besonders anfällig für Störungen. Sie bleiben oft in der Nähe ihrer Nachkommen, selbst wenn sie beunruhigt werden, anstatt sich sofort in Sicherheit zu bringen. Ungeachtet der Problematik des „Mähtodes“ vieler Kitze beim Wiesenmähen, welche seitens der Breitenfurter Jägerschaft durch den Einsatz von Wärmebilddrohnen durchaus erfolgreich bekämpft wird, ist natürlich jegliche Beunruhigung in dieser heiklen Phase besonders schwierig für unsere Wildtiere.

Belastung durch Ausflugsverkehr

Die steigende Zahl an Menschen, die den Wienerwald besuchen, bedeutet eben auch eine erhebliche Beunruhigung für das Wild. Freilaufende Hunde stellen die größte Gefahr dar. Sie können Wildtiere, besonders junge Kitze, stören, verletzen und im schlimmsten Fall sogar töten. Selbst wenn ein Hund "nur" spielt, kann das für ein Rehkitz massiven Stress bedeuten oder es seine Mutter verlieren lassen. Auch wenn sie keine unmittelbare Bedrohung darstellen, können auch Menschen abseits der Wege Wildtiere aufscheuchen und von ihren Rückzugsorten vertreiben oder abhalten. Das Forstgesetz untersagt das Befahren von Wegen, die nicht ausdrücklich dafür gekennzeichnet sind, um die Wildtiere nicht zusätzlich zu belasten. Im Winter haben es die Wildtiere naturgemäß ob des geringeren Nahrungsangebotes schwer ihren Energiehaushalt zu managen, aber auch in der Setzzeit wirkt sich diese Beunruhigung negativ auf unser Rehwild aus, bis hin, dass in Extremfällen die Geiß ihr Kitz verlässt und das Kitz dann letztendlich unversorgt sterben muss.

Um auch unseren Wildtieren ihren Raum zu lassen und sie zu schützen wäre es daher fein, Hunde im Wald immer anzuleinen, wobei bspw eine Schleppleine Hunden ausreichend Bewegungsfreiheit bietet aber auch gleichzeitig Sicherheit für Wildtiere. Radfahren und das Wandern macht auch auf den gekennzeichneten Wegen Spaß und muss ja nicht unbedingt querfeldein erfolgen, das wäre jedenfalls ein unschätzbarer Beitrag dazu, den Wildtieren, auch in einem hochfrequentierten Gebiet, entsprechende Rückzugsmöglichkeiten zu lassen. Bei entsprechendem Verständnis und auch Rücksichtnahme ist es sicher möglich, dass alle Waldbenutzer wunderschöne Freizeitstunden in unserer tollen Gegend verbringen können, ohne die Waldbewohner unter Druck zu bringen oder mehr zu stressen als notwendig.

Abschließend darf ich noch kurz über unsere Jagdhornbläser berichten, welche am 19. April zum Jagdhornbläsertreffen, seitens der bgld. Servicestelle für Jagd und Fischerei und PANNATURA zum gemeinsamen Musizieren eingeladen wurden. Der Ruf eilte unseren hervorragenden Musikern am Jagdhorn voraus, so war am Buffet von einer Jagdhornbläserin einer burgenländischen Bläsergruppe zu einer Besucherin fast ehrfürchtig zu hören: “hast scho g´hört, sogar die Breitenfurter Jagdhornbläser sind da und spielen bei uns“. Letztendlich war es eine tolle Veranstaltung bei super Wetter in einem wirklich sehr ansprechenden Rahmen, bei dem unsere Bläser wieder einmal ihr ganzes Können unter Beweis stellen konnten. Musik und a guats Essen verbindet, wie wir wieder einmal bei dieser Veranstaltung eindrucksvoll erleben durften. Es war so erfolgreich, dass auch schon seitens der Veranstalter vorgefühlt wurde, ob die Breitenfurter Jagdhornbläser auch nächstes Jahr wieder kommen würden, und darf ich sehr empfehlen, wenn wir wieder runterfahren, als Fanbegleitung mitzukommen.

In diesem Sinne ein kräftiges Waidmannsheil.